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"Wind zu spüren ist irgendwie wie Leben zu spüren – wie beim Radlfahren, wenn’s ein bissl schneller wird"

Unser Radbotschafter Erhard Berger stellt sich dem Interview: Der beliebte Wetter-Mann von ORF Tirol sieht sich irgendwo zwischen Genuss- und Sportradler und hat sich lange geweigert, sein Puch Sprint-Rad gegen ein Mountainbike einzutauschen.

Lieber Erhard, wir freuen uns, dass du den Tiroler Fahrradwettbewerb unterstützt und mit uns gemeinsam in die Pedale trittst. Wie sieht das bei dir im Alltag aus, welchen Platz hat das Radl bei dir?

 

Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, gibt es kein besseres Fortbewegungsmittel: Ich komm überall schnell hin und brauch mir keine Sorgen um einen Parkplatz machen – ein Radlabstellplatz findet sich echt überall.   

 

Beim Tiroler Fahrradwettbewerb können sich die TeilnehmerInnen verschiedenen Kategorien zuordnen: GenussradlerIn, AlltagsradlerIn, SportlerIn, EbikerIn, VielradlerIn und so weiter. Zu welchem Radler-Typ würdest du dich zählen?

 

Irgendwo zwischen Genuss- und Sportradler.

 

Du machst schon seit vielen Jahren die Wettermoderation bei ORF Tirol und bist deshalb in ganz Tirol als „Wetterfrosch“ bekannt. Gefällt dir diese Rolle und was ist das tolle an deinem Beruf?

 

Die Antwort steckt in der Frage: Ich darf das schon seit vielen Jahren machen – ja mir gefällt der Beruf, auch wenn es immer schwieriger wird, sich gegen die vielen (oft überraschend guten) Apps zu behaupten. Das Tolle ist die Unsicherheit, die Prognosen nun einmal auszeichnen. Das Tolle ist die Anerkennung, die Freude über richtig Vorausgesagtes, die Freude von Menschen, die aufgrund eines Wetterberichtes etwas Außergewöhnliches erlebt haben – und mir davon erzählen.

 

Auch während deiner Karriere ist dir das Fahrrad immer wieder begegnet. Kannst du uns davon erzählen?

 

Fahrradfahren war immer Teil meines Lebens: Zunächst war es das einzige mir zur Verfügung stehende Verkehrsmittel. Da hat es unter anderem als Sperrgutbeförderungsmittel herhalten müssen – mein Highlight war die Übersiedelung eines Kleiderschranks per Fahrradl. Später dann war das Radl die ideale Möglichkeit ins Karwendel zu kommen. Die „Erfindung“ des Mountainbikens habe ich zunächst als Modeerscheinung abgetan und mir leider erst mit 10 jähriger Verspätung so ein Ding angeschafft. Inzwischen vergeht kaum noch ein Wochenende ohne wenigstens eine Radltour mit dem Mountainbike. Beruflich durfte ich beinahe zwanzig Jahre lang beim „Einradeln“ mitmachen – eine vom ORF gemeinsam mit Reiseveranstaltern organisierte Aktion. Die ursprünglich als kurzfristige Marketingmaßnahme geplante Idee hat sich im Lauf der Jahr(zehnt)e zum Fixpunkt für hunderte TirolerInnen gemausert. Mit vielen der „EinradlerInnen“ bin ich heute noch freundschaftlich verbunden.  

 

Legendär und ein richtiger You-Tube-Hit ist ja deine Wettermoderation am Patscherkofel bei 140 Stundenkilometer Föhngeschwindigkeit – was ist dir dabei durch den Kopf gegangen?

 

Wind ist eine wunderbare Sache. „Warum weht der Wind?“ war eine der Fragen warum ich Meteorologie studiert habe. Bergsteigern sind ja orkanartige Windgeschwindigkeiten nicht unbekannt. Vernünftigerweise wird geraten, sich ihnen nicht allzu lange auszusetzen. Wind kühlt aus, wirft um, lässt Äste, Stühle, Steine zu Geschoßen werden. Im Fall des Patscherkofel-Drehs hatte ich aber gute, kontrollierte Bedingungen mit der Sendeanlage aus Stahlbeton als Rückzugsgebiet – dann ist so ein Sturm einfach nur „geil“. Luft als Medium wahrzunehmen, das einen halten oder umschmeißen kann ist etwas ganz Außergewöhnliches. Wind zu spüren ist irgendwie wie Leben zu spüren – wie beim Radlfahren, wenn’s ein bissl schneller wird...

 

 

Beim Tiroler Fahrradwettbewerb geht es ja nicht um Schnelligkeit oder Höchstleistungen, sondern um den Spaß am Radeln. Gibt es eine Radtour oder ein Erlebnis mit dem Rad, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

 

Das erste Mal mit dem Puch Sprint-Rad mit nur einem Gang und Rücktrittbremse ins Hinterautal im Karwendel. Jederzeit wieder! Immer ein Erlebnis, auch wenn Du da heute – zwar nicht mehr alleine – dafür aber mit 27 Gängen hochkomfortabel und mit Scheibenbremse wirklich sicher unterwegs bist.

 

Hast du Lieblingsplätze in Tirol, wo du besonders gerne bist und die Natur genießt? Vielleicht auch mit dem Radl? Unsere TeilnehmerInnen würden sich bestimmt über ein paar Insider-Tipps freuen.

 

Meine Haus- und Hofrunde: Ganalm – Walderalm – Hinterhornalm. Und ein Jahr ohne den Brennergrenzkamm ist kein Jahr gewesen.

 

Vielen Dank für das Gespräch!





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Der Tiroler Fahrradwettbewerb ist eine Initiative von Land Tirol und Klimabündnis Tirol im Rahmen des Tiroler Mobilitätsprogramms „Tirol mobil“ und Teil des Schwerpunkts „Tirol auf D'Rad“ zur Förderung des klimafreundlichen Radverkehrs.
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